Besuch der Intendantin der Bregenzer Festspiele: Frau Elisabeth Sobotka

Als Gast des Februar-Meetings besuchte uns Elisabeth Sobotka, die Intendantin der Bregenzer Festspiele. Sie erzählte uns „nur“ ihren Werdegang von der 9-jährigen Wienerin, die in Wagners „Götterdämmerung“ erstmals infiziert wurde und als Teenager auf den Stehplätzen der Wiener Staatsoper diesem „Infekt“ gänzlich erlegen ist – so sehr, dass sie die für sie „wichtigste Sache der Welt“ auch zu ihrem Beruf gemacht hat. Über die Stationen Leipzig, ganz kurz nach dem Fall der Mauer, Wien unter Ian Holender, Berlin und Graz, wo sie 6 besonders tolle Jahre gearbeitet hat, kam für sie die Einladung aus Bregenz genau zu dem Zeitpunkt, wo in Graz die Routine langsam auf die Bühne gekrochen kam.

Mit ihrer Begeisterung und ihrer großen Hingabe hat sie uns alle in ihren Bann gezogen.

Das Programm der diesjährigen Festspiele ist den Ausgegrenzten gewidmet. In Georges Bizets „Carmen“ auf der Seebühne, sind es die Schmuggler, die keine Heimat haben. In der Haus-Oper „Moses in Ägypten“ von Gioachino Rossini sind es die Israeliten, und im Theaterstück „The Situation“ von Yael Ronen stranden verschiedenste Menschen – Nachbarn aus dem Nahen Osten – in einem Deutschkurs und müssen erkennen, dass sich die Situation in ihrer Heimat seit Moses nicht wesentlich geändert hat.

Elisabeth Sobotka machte uns gewaltigen Appetit auf die diesjährigen Festspiele und wir freuen uns schon sehr auf den bereits traditionellen „Festspiel-Event“ mit Sorores aus unserer Region und der Österreichischen Union.

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